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Montag, 9. Mai 2016

Upcycling – Shirts mit süßen DIY Applikationen

Zu kurze Ärmel, Bauchblitzer über dem Hosenbund und der Rest sitzt wie eine Pelle so ungefähr sahen meine Mädels in den meisten ihrer Shirts aus und es musste dringend Abhilfe her. Dass Kinder auch immer so schnell wachsen müssen... Ich liebe ja diese wunderschönen bunten Shirts von Boden mit den tollen Applikationen. Kennt ihr die? Hach, sooo schön! Damit kann man aber natürlich nicht den Kleiderschrank auffüllen, denn sonst wäre die Kasse leer ;-) Also habe ich mich selbst an Applikationen versucht. Wie es geht und was herausgekommen ist, zeige ich euch hier. (Und nicht dass ihr euch wundert, warum die Shirts lange Ärmel haben, wo doch gerade der Sommer kommt: Die Applikationen habe ich schon im Dezember drauf genäht und dann vergessen die Shirts zu posten.)

Shirts mit Motiven

Die Mädels hatten ganz genaue Wünsche und ich einen klaren Arbeitsauftrag: Die eine wollte Schmetterlinge und ein Einhorn, die andere ein Herz. Das Bambi für Tochter Nummer zwei habe ich dann ungefragt dazugemacht. (Und am Ende hat es ihr nicht gefallen. Ist das zu fassen? Die kleinen Menschen haben eben doch schon sehr konkrete Vorstellungen davon was wie zu sein hat - oder eben nicht. Zum Glück trägt die andere Tochter es jetzt ab und zu. :-)) 


Was braucht man für die Applikationen? Nicht viel: Vliesofix, Stoffreste, eine Nähmaschine und natürlich Vorlagen für die Motive. Die Vorlagen für das Herz und die Schmetterlinge habe ich selbst gezeichnet und für die anderen beiden Formen habe ich ein bisschen nach Malvorlagen oder Silhouetten gegoogelt.


Wenn alle Vorlagen die richtige Größe haben oder auf die richtige Größe kopiert wurden, muss das Motiv auf die Papierseite des Vliesofix übertragen werden.  Bei Motiven mit mehreren Ebenen wie meinen Schmetterlingen müssen die einzelnen Ebenen natürlich nebeneinander übertragen werden, damit sie einzeln ausgeschnitten werden können. Alle Formen zunächst grob ausschneiden, also noch etwas Papier um die Linien herum stehen lassen. 
 

Dann kommen die vielen bunten Stoffreste zum Zuge :-) Alle grob ausgeschnittenen Formen werden jetzt auf die Rückseiten der Stoffe gebügelt. Danach dürfen die Formen fein säuberlich entlang der Linie aus den Stoffen ausgeschnitten und das Papier abgezogen werden. Jetzt ist alles bereit zum Bestücken der Shirts.


Dieser Teil macht doch am meisten Spaß! Das Shirt schön glatt gebügelt (Ja, in diesem Fall habe auch ich tatsächlich mal ein Jersey-Shirt gebügelt!!) aufs Bügelbrett legen und die Formen darauf platzieren. Ebene für Ebene nacheinander festbügeln und dabei immer ein Geschirrtuch oder ähnliches zwischen Bügeleisen und Applikation legen.


Jetzt sind die süßen Applikationen eigentlich schon fest auf dem Shirt. Damit sie aber auch viele Waschgänge unbeschadet überstehen, müssen die Applikationen sicherheitshalber ringsum festgenäht werden. Da sie auf dem Stoff nicht mehr verrutschen können, ist das zum Glück recht einfach. Und schon sind ganz individuelle Shirts mit bunten Applikationen fertig!


Wie ihr in den Fotos sehen könnt, habe ich unterschiedliche Stiche benutzt, um die Motive ringsum festzunähen. Am schönsten finde ich immer einen engen Zickzack-Stich um die Kanten herum, so wie bei den Schmetterlingen oder dem Herz.


Bei den komplizierteren Formen, wie dem Einhorn oder dem Rehkitz, habe ich einen kurzen, ganz normalen geraden Stich eng entlang der Kante gewählt. Der gibt der Applikation auch zusätzlichen Halt aber ist viel schneller genäht. :-) Bei den inneren Schmetterlingsflügeln und dem inneren Herz habe ich es auch so gemacht. 


Mein Fazit: Mit relativ wenig Aufwand kann man mit Applikationen aus langweiligen Basic-Kleidungsstücken hübsche Unikate mit Motiv machen. Wenn man erstmal die Vorlagen für die Applikation hat, die auf das Shirt soll, dann geht es danach recht schnell. Auch Kleider, Röcke oder Kissenhüllen können mit Applikationen zu ganz neuen Teilen werden.


Tja, und jetzt ist es schon sommerlich warm draußen und die kurzärmeligen T-Shirts sind auch alle am Bauch zu kurz geworden. Also: Kurzärmlige T-Shirts kaufen und auf in die nächste Applikationsrunde :-) Ich nehme mir sowieso jedesmal vor viel öfter Dinge mit Applikationen aufzupeppen. Mache ich viel zu selten. Dabei geht's ja eigentlich ziemlich schnell...

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Montag, 22. Februar 2016

Die Monster sind los – ein Monstergeburtstag mit Piñata

Schon wieder ist ruckzuck ein ganzes Jahr vergangen und die kleinen Mäuse sind 5 Jahre alt geworden. (Ich weiß, dass es floskelhaft klingt, aber dennoch: Wie kann es bitte sein, dass sie schon 5 werden? Die Zeit rast... Hach, da kann man schon mal melancholisch werden...) Jetzt aber vorsicht: Die Monster sind los! Zu ihrem Kindergeburtstag haben sich meine großen Mädchen eine Monsterparty gewünscht. Ich muss sagen, dass ich darüber sehr froh war, da im Kindergarten die Themen Starwars und Eiskönigin gaaaanz groß sind. Der Kelch ist zum Glück an mir vorrüber gegangen ;-) Also wurde es ein Monstergeburtstag. :-)

Einladungskarten mit Kulleraugen und Zähnen auf Holztisch

Die Mädels und ich haben zusammen bunte Monstereinladungen aus Tonpapier mit Kulleraugen und scharfen Monsterzähnen für alle Partygäste gebastelt. Wie immer, durften die beiden so viele Kinder einladen, wie sie Jahre alt werden. Bei Zwillingen könnten das im schlimmsten Fall natürlich doppelt so viele Kinder werden, aber auf den Trick sind die beiden noch nicht gekommen :-) Einzeln befragt, haben mir beide 5 Namen genannt, und hatten eine Schnittmenge von 4 Kindern. Es wurden also 6 Kinder eingeladen. Perfekt!

Bevor ich euch mit zu unserer Monsterparty nehme, will ich euch noch zeigen, was ich als Highlight der Party vorbereitet habe: Eine Piñata. Eine mit Süßigkeiten gefüllte Form aus Pappmaché, bunt bemalt oder beklebt, die von den Kindern reihum mit einem Stock aufgeschlagen wird, bis alle Süßigkeiten herausfallen. Die Beute wird natürlich fair geteilt. Da die Kinder super viel Spaß damit hatten, hier eine kurze Anleitung zum Nachmachen:

Luftballon, Kleister, Zeitungspapier

Einen Luftballon aufblasen, Tapetenkleister anrühren, Zeitung in Streifen schneiden und dann Streifen für Streifen und Schicht für Schicht die Zeitungsstreifen auf den Ballon kleben, bis nur noch der Knoten des Ballons herausschaut.

Luftballon mit Zeitungsstreifen und Eimer mit Kleister

Ich habe nach einer Trocknungszeit von 24 Stunden noch eine Schicht drauf geklebt, aber ich glaube, das hätte ich auch lassen können. Die Kinder haben sich ganz schön abgemüht, um das Ding kaputt zu bekommen ;-)

Luftballon eingewickelt in Kreppbänder, Klebstoff

Wenn alles getrocknet ist, den Luftballon aufschneiden und aus dem Pappmachè-Ballon herauslösen. Dann kann die Piñata nach Lust und Laune oder nach Anlass und Motto bemalt oder beklebt werden. Ich habe mit bunten Kreppbändern und Augen aus Tonpapier natürlich ein kunterbuntes Monster gebastelt. Zum Schluss habe ich um den oberen Rand herum mehrere Löcher gestanzt, durch die ich eine Kordel als Aufhängung gezogen habe.

Lochstanzer, Luftballon

Dann mit Süßigkeiten füllen wie Smarties-Schachteln, Gummibärchen-Tütchen, Schokokugeln oder, oder, oder... Hauptsache für jedes Kind ist von jeder Süßigkeit ein Teil da :-) Um die Öffnung zu schließen und die Aufhängung zu verbergen, habe ich ein Büschel bunter Bänder in das Loch gesteckt. So hat das Monster einen bunten Haarpuschel bekommen.

Pinata auf bunter Basteldecke

Mit gelbem Kreppband habe ich auf Wunsch meines Mannes noch so etwas wie eine Endloszahnreihe aufgeklebt, die dem Monster den letzten Schliff gegeben hat. Fertig!


Eigentlich wollten wir eine kleine Schnitzeljagd durch den Stadtwald machen und als Schatz die Piñata verstecken, aber leider hat das Wetter mit eiskaltem Dauerregen uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da das im Februar natürlich immer im Bereich des Möglichen liegt, hatten wir ohnehin Programm für innen geplant und die Piñata hatte im Wohnzimmer ihren großen Auftritt.

So, jetzt ist aber endlich genug vorbereitet. :-) Die beiden Mäuse konnten den großen Tag kaum mehr erwarten. Es ist ja wirklich unfassbar niedlich, wie aufgeregt so kleine Geburtstagskinder vor ihrer Party sind. Willkommen zu unserer Monsterparty!

Augen und Mund auf Haustür

Der Kindergeburtstag wurde mit Monster-Muffins und Monsterkuchen eröffnet. Klingt aufregender als es ist. Ich habe einen Schokoladenkuchen gebacken und mit giftgrünem Zuckerguss überzogen. Rote Punkte und weißes Monstermaul habe ich mit gekaufter Zuckerschrift aufgetragen. Die Augen waren aus Styropor und auf hölzerne Schaschlikspieße gesteckt. Alternativ könnte man auch Lutscher als Augen in den Kuchen stecken.


Für die Muffins habe ich bei Minidrops total süße Monster-Cups mit Augen- und Arm-Steckern als Set gekauft, Zitronenmuffins gebacken, roten Zuckerguss drauf, Stecker rein, fertig. Die machen doch richtig was her, oder? Die Kinder waren begeistert von den Monster-Muffins und haben alle einen verputzt.

Muffins auf Etagere für Monstergeburtstag

Wie im letzten Jahr bei der Piratenparty (Warum nicht Altbewährtes in neuem Gewand noch einmal einsetzen?) habe ich diesmal Monster-Anhänger für die Kinder vorbereitet, auf denen sie nach jedem gewonnenen Spiel ein Maul, ein Auge oder die Hörner des Monstergesichts sammeln konnten. Als das kleine Monster fertig war, bekamen die großen Monster ihren Schatz. Aber dazu später. Die Hörner und Mäuler habe ich übrigens bei SomewhatSimple als gratis Vorlage zum Ausdrucken gefunden. 

Drei Monster aus buntem Papier mit Hörnern

Spiel 1: Die süßen Hörner und Mäuler waren so schön mottogerecht, dass ich sie gleich für die erste Aufgabe (etwas größer ausgedruckt) nochmal eingesetzt habe. Die Kinder durften sich aus bemalten Papptellern, bunten Hörnern und Mäulern, Kulleraugen und bunten Pfeifenputzern eine lustig-schaurige Monstermaske basteln. Ich finde, das haben die Kids wirklich großartig gemacht! So unterschiedliche süße Monstermasken! Ich bin immernoch begeistert! Zur Belohnung haben sie auf ihren Monsteranhänger ein Maul bekommen.


Spiel 2: Hier kam ein Spiel vom letzten Jahr zum Einsatz, das allen Kindern so richtig viel Spaß gemacht hat Dosenwerfen! Die acht bunten Monster haben gemeinsam die gestapelten Blechmonster (-Dosen) umgeworfen und sie besiegt. Und zwar immer und immer wieder, weil es so schön war. Dafür haben die Monsteranhänger zwei Hörner bekommen.

Monster aus buntem Tonpapier an der Wand mit Hörnern und Augen

Spiel 3: Klebt dem Monster ein Auge an. In Anlehnung an das mexikanische Spiel "Steck dem Esel den Schwanz an", haben die Kinder mit verbundenen Augen dem Monster Augen angeklebt. Alle Kinder haben mitgeholfen und heiß oder kalt gebrüllt und am Ende hatte das Monster 8 Augen, die wunderbar monsterhaft zwischen Hörnern und Maul verteilt waren. Dafür hat der Monsteranhänger dann auch ein Auge bekommen. :-)

Buntes Monster aus Pappmaché mit Kreppbändern an einem Seil

Und jetzt endlich das Highlight der Party die Piñata. Im Wohnzimmer. Nachdem wir die perfekte (und einzige) Stelle in der Wohnung gefunden hatten, an der die Kinder gefahrlos für Gesundheit und Inventar auf die Piñata einschlagen konnten, ging es los. Mein Mann und meine beste Freundin, die Patentante meiner Mädels, haben das Band gehalten, an dem die Piñata hing. Die Kinder haben alles gegeben und wie verrückt abwechselnd mit der bunten Stange auf die Monster-Piñata eingeschlagen. Außer einer kleinen Delle tat sich aber nichts. Auch nach der dritten und vierten Runde nicht. Die Kinder waren zwar immernoch mit Eifer dabei, aber irgendwann wollten wir ja auch noch Pommes essen... Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dann mit einer Schere einen kleinen Schlitz unten hineingeschnitten habe. Wenige Schläge später plumpste die erste Süßigkeit ein Monsterglubschauge auf den Boden. Die Kinder waren außer sich vor Begeisterung und hatten wenig später die Piñata zerlegt und alle Süßigkeiten eingesammelt. Was für eine Freude!

Papiertüten mit bunten Hörnern, Kulleraugen und Mäulern

Nach dem klassischen Pommes-Knackwürstchen-Abendessen, wurden die Geburtstagsgäste abgeholt und haben von meinen Mädels die obligatorische Mitgebseltüte im Monster-Look bekommen. (Und: Ja, richtig, auch hier habe ich wieder die Monster-Printables und Kulleraugen verbraten.) 

Meine Mäuse waren sehr glücklich über ihren Geburtstag und meinem Mann und mir hat es auch Spaß gemacht. Das Schönste an so einem Kindergeburtstag ist dann aber immer der Moment, wenn die Kinder schlafen, alles aufgeräumt ist und man völlig erledigt mit einem Bier oder Wein in der Hand aufs Sofa fällt...  Na denn, in einem Jahr geht's wieder los :-)

Bunte Papierschnipsel auf dem Fußboden

Und wenn ihr noch mehr Lust auf Feste und Feierlichkeiten habt, dann schaut auch mal auf dem Blog "Engel und Banditen" von der lieben Yvette vorbei. Sie macht gerade einen Blog-Event zum Thema "Herzlich eingeladen" und sammelt Posts zu Festen wie Taufe, Hochzeit, Babyshower, Geburtstag und und und... 

Viele Grüße, eure Julie
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Freitag, 15. Januar 2016

Upcycling – dekorative Wandkunst aus Kindermalereien

Die letzten Wochen und Monate sind wie im Flug vergangen. Kann es sein, dass das Jahr gegen Ende immer einen Endspurt hinlegt und das Tempo noch einmal anzieht? Wir sind gefühlt vom Laternenbasteln über Nikolaus in die Weihnachtsvorbereitungen gestolpert. Ein Termin jagt die nächste Weihnachtsfeier, Geschenke wollen erdacht und besort oder gemacht werden und ehe man sich versieht ist das schöne Fest vorbei und das neue Jahr hat begonnen. Puh!

Blatt Papier, bemalt mit Wasserfarben, mit runden Löchern

Und heute habe ich endlich Zeit, euch eine kleine DIY Idee zu zeigen, die ich mit den Mädels zusammen als Weihnachtsgeschenk gebastelt habe. Habt ihr auch diese unzähligen Kunstwerke eurer Kinder? Erste Kritzeleien, Experimente mit Wasserfarben, Klecksereien und bunte Farbexplosionen? Auch, wenn man gerne möchte, alles kann man einfach nicht aufbewahren. Aber darum gleich wegwerfen? Nicht nötig: Aus den bunten Bildern der Kleinen, können tolle neue Kunstwerke für die Wand geschaffen werden.

Kreisrunde Löcher in Wasserfarbenbild

Und so einfach wird's gemacht: Zunächst ein Blatt Papier vorbereiten, auf das später viele ausgeschnittene Kreise aus den Kindermalereien aufgeklebt werden sollen. Damit am Ende alles gerade nebeneinander klebt und auch die Abstände zum Rand passen, bietet es sich an, den Radius der Kreise zu bestimmen und danach die Fläche auf dem Blatt zu bestimmen, in die die Kreise geklebt werden sollen. Ich habe dünne Striche mit Bleistift als Hilfslinien gezogen.

bemalte Kreise auf Blatt aufgeklebt

Mit einem Kreisstanzer oder Kreisausschneider viele Kreise aus den (Früh-)Werken der Kinder ausschneiden, bis man die gewünschte oder benötigte Anzahl an Kreisen hat, um daraus ein neues Bild zusammenzustellen. Dann beliebig oder farblich sortiert, feinsäuberlich, Reihe für Reihe neben- und untereinander aufkleben.

ausgeschnittene Kreise aus bemaltem Papier auf weißes Blatt geklebt

Wenn alle Kreise kleben, die Hilfslinien weg radieren und das neue Werk rahmen. Fertig ist die neue Kunst für die Wohnzimmerwand und das perfekte Geschenk für alle Omas, Opas, Tanten, Onkels und Paten.
Meine Mäuse waren ganz eifrig am Werk und von Ihren Ergebnissen schwer begeistert. Die beiden Patentanten haben sich auch sehr über die schicke Kunst ihrer Patenkinder gefreut! Und ich bin immer noch so angetan von dem Ergebnis, dass ich beschlossen habe, mit den Mädels bald ein großes Kreis-Bild für unser eigenes Wohnzimmer zu basteln. Macht doch wirklich was her, oder?

Wandbild / Kunstwerk im Rahmen / bemalte Kreise auf weißes Papier geklebt
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Freitag, 30. Oktober 2015

DIY Kerzenhalter aus Beton

DIY Kerzenhalter aus Beton und Blumenvase mit Dahlien
 
Wenn die Tage kürzer werden und es früher dunkler wird, muss es drinnen umso gemütlicher werden. Jedes Jahr im Herbst packt mich dann ein Umdekorierungsfieber. Habt ihr das auch? Am liebsten würde ich eine Wand im Wohnzimmer streichen, eine neue Lampe mit leuchtend gelbem Lampenschirm ins Zimmer stellen und ein paar Möbel gegen andere ersetzen. Aber das ist vielleicht etwas übertrieben. Wobei - ich glaube, ich bereite meinen Mann mal langsam auf eine andersfarbige Wand vor. (Bei den Kindern habe ich schonmal vorgefühlt und bin auf große Begeisterung gestoßen.) 
Bis dahin kommen erstmal ein paar kuschelige Wolldecken und Kissen aufs Sofa, bunte Blumen in die Wohnung und ein paar neue Kerzenhalter auf den Tisch. Denn was gibt es Gemütlicheres, als ein paar Kerzen anzuzünden, wenn es draußen dunkel wird, oder? 

Schon vor einer ganzen Weile hatte ich mir vorgenommenvendlich mal mit Beton zu arbeiten. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit :-) Dabei ist es wirklich so einfach und schnell gemacht. Außerdem sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Neben Kerzenhaltern und kleinen Gefäßen oder Schüsseln, könnte man auch Lampenfüße oder Tische gießen. Aber ich bin erst einmal bei den kleinen Accessoires geblieben. 

Hier zeige ich euch, wie ich die Kerzenhalter gemacht habe und was ihr braucht, wenn ihr auch schon lange mal mit Beton arbeiten wolltet:

Eimer mit Beton und Formen und Kerzen

Ihr braucht einen Sack Beton (z.B. 10 kg Estrichbeton aus dem Baumarkt), einen Eimer zum Anmischen, einen alten Löffel, leere Milchtüten, Smoothieflaschen oder Joghurtbecher als Formen und Teelichter oder Kerzen, um damit die richtigen Löcher in den Beton zu drücken.

Den Beton mischt ihr mit Wasser an, bis er eine gute Konsistenz hat. Nicht zu flüssig darf er sein, aber noch so weich, dass er sich gut in den Formen verteilen lässt. Dann füllt ihr eure Formen beliebig hoch mit Beton und schüttelt ein wenig daran, damit alle Blasen verschwinden. Zum Schluss drückt ihr oben die Kerzen oder Teelichter hinein.

Beton in Formen gegossen mit Kerzen

Ein bis zwei Tage später ist alles trocken und kann aus den Formen herausgeholt werden. Dazu habe ich die Milchtüte und Plastikformen einfach kaputtgerissen. Wenn man etwas mehr Geduld hat und vorsichtig ringsherum die Form ein bisschen vom Beton löst, kann man das Werk auch herausklopfen und die Form nochmal verwenden. Und so sehen die guten Stücke dann aus: 

Vier gegossene Kerzenständer aus Beton

Natürlich könnte man die Kerzenhalter auch einfach so lassen oder mit einem Band dekorieren, aber ich hatte Lust auf grafische Muster in Bronze. Dafür habe ich mit Klebebandein paar Flächen abgeteilt und sie mit einer bronzefarbenen Acrylfarbe bemalt.
Kerzenhalter aus Beton mit Klebeband zum Anmalen von Flächen

Hat super funktioniert. Die Farbe deckt und hält gut. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und meine Mädels konnten gar nicht glauben, dass aus dem Eimer mit Matschepampe am Ende Kerzenhalter herauskommen können. Wir haben uns vorgenommen noch ganz viele Dinge aus Beton zu machen...und sie anzumalen...auch in pink...

Kerzenhalter aus Beton und Blumenvase mit Dahlien

Zusammen mit meinen marktfrischen, gelben Dahlien machen sich die Kerzenhalter richtig gut auf dem Tisch. Ein schöner Auftakt für meine Aktion "Wir machen uns den Herbst gemütlich". 

Kerzenhalter aus Beton und Blumenvase mit Dahlien

Und als nächstes? Die Wandfarbe! Natürlich! Wir haben da so eine runde Wand im Wohnzimmer. (Dahinter verbirgt sich das Zimmer einer unserer Mädels). Sieht toll aus so eine runde Wand, aber bislang war ich heillos überfordert, sie irgendwie zu gestalten. Zumindest fallen alle Varianten weg, die damit zu tun haben, Bilder als Dekoration daran zu hängen. Bis vor kurzem stand noch unser buntes Pappspielhaus davor und hat Farbe in den Raum gebracht, jetzt ist sie einfach nur weiß und kahl. Bei so einer großen weißen Fläche weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Kennt ihr das? Hat jemand ein paar gute Tipps?

Gelbe Dahlien
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Sonntag, 4. Oktober 2015

Upcycling – DIY Tisch aus alten Gerüstdielen

Was für ein traumhafter Herbststart hier im Rheinland! Sonne, blauer Himmel und 20 Grad! Das herrliche Wetter kommt mir jetzt gerade recht, um unseren neuen Gartentisch noch so lange wie es geht gebührend zu nutzen bis es endgültig zu kalt (und nass) wird. Pünktlich zu meinem Geburtstag haben wir das gute Stück aus alten Baustellenbrettern und geschweißten Stahlbeinen zusammengebaut und mit ganz viel leckerem Kuchen eingeweiht.

Gartentisch mit Blumenvase, Windlichtern und Häkeldeckchen

Die Idee zu dem Tisch hatten wir von meinem Bruder und seiner lieben Frau, die einen wunderschönen Gartentisch aus richtigen alten Gerüstdielen mit Metallkappen gemacht  und ein Gestell aus Metallrohren dazu gebaut haben. Super schön geworden! So etwas wollte ich auch, um unseren weißen Plastiktisch mit bunter Pünktchendecke endlich gegen eine schickere Variante auszutauschen!

Drei alte Bretter

Über ein Kleinanzeigenportal haben wir drei schön, schäbige Baustellenbretter gefunden. Sie sind alle rissig, dreckig, vermackt, unterschiedlich lang, breit und dick - also so richtig schön shabby. 

Zuerst müssen die Bretter alle auf die gleiche Länge gebracht werden. Am besten mit einer Handkreissäge. Dann geht's ans Schleifen. Da der Used-Look ja gewollt ist, sollten die Bretter natürlich nicht glatt, gerade und frei von Kitschen sein, aber Splitter in den Händen müssen ja auch nicht sein, oder? ;-)

Altes Brett wird per Hand geschliffen

Also habe ich per Hand das Holz splitterfrei geschliffen. (Puh, da kann man sich das Workout für Arme, Schultern und Rücken mal getrost sparen.) Das ganze hat zwar viel länger gedauert als ich dachte, aber dafür sind auch alle Kitschen und Risse schön rund und glatt geworden. Die Bretter lagen auf dem Sandkasten der Kinder und immer, wenn das Wetter gut war, hab ich mal ein Stündchen geschliffen. (Spätestens seit der wochenlangen Renovierung unserer Wohnwagendecke, kann mich in Sachen Schleifen so schnell ohnehin nichts mehr aus der Fassung bringen ;-) )

Eimer mit Lack, Pinsel und altes Brett

Wenn die Bretter fertig geschliffen sind, müssen sie einmal ordentlich abgewischt werden damit sie einigermaßen staubfrei sind, um lackiert zu werden. Ich habe einen Eimer matten Klarlack auf Wasserbasis genommen und bin sehr zufrieden damit. Das Lackieren selbst geht eigentlich ralativ schnell, nur muss man natürlich Zeit fürs Trocknen einplanen. Ich habe die Oberseiten der Bretter am Ende je dreimal lackiert und die Unterseiten zweimal. Das sollte ihn ein wenig gegen Wind und Wetter wappnen, wobei  Schnee und Frost sicher nicht spurlos an ihm vorbeigehen werden. (Dazu kann ich euch nächstes Frühjahr dann mehr sagen. ;-) ) Und außerdem sehen die Bretter mit der matten Klarlackierung einfach super aus, finde ich!

Altes Brett geschliffen und lackiert

Die Bretter sind fertig! Juchuh! Aber so ein Tisch braucht natürlich auch ein Gestell. Ich hatte mir idealerweise zwei metallene Kufen als Füße für die Bretterplatte vorgestellt. Solche Kufen gibt es sogar zu kaufen, allerdings waren die mir viel zu teuer! Und außerdem wären sie nicht selbstgemacht. Also habe ich das Füße-Problem mit meinem Vater durchgesprochen, der als passionierter Baumarktgänger quasi das gesamte Sortiment im Kopf hat und so schnell weiß was geht und was nicht. Sein Vorschlag: Vierkant-Stahlrohr kaufen und selber schweißen.
 
Zwei Kufen als Füße für Tisch aus Stahlrohr

Prima Idee! Mein Vater hat die Stahlrohre im Baumarkt gekauft und dort auch gleich nach unseren Maßen auf Gehrung zusägen lassen. Als Auflage für die Holzbretter und obere Seite der Kufen haben wir eine flache Stahlplatte genommen. Mein Onkel kann schweißen und hat uns die beiden Kufen aus den acht Einzelteilen zusammen geschweißt! Großartig! Vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle! Die Kufen sind richtige Schmuckstücke geworden, finde ich. Mein Vater hat schon die Löcher in die beiden Stahlplatten gebohrt für die Montage an die Bretter und die Kufen mit Klarlack lackiert, damit sie erst einmal gegen Durchrosten geschützt sind.

Drei Holzbretter auf Böcken

Um die Kufen an die Bretter zu schrauben, haben wir sie zunächst mit der schönen Seite nach unten auf Holzböcke gelegt und die Kufen mit der flachen Platte auf die Bretter gelegt. Erst die Kufen ordentlich ausgerichten, dann die Löcher für die Schrauben in die Bretter bohren.

Befestigung von Füßen / Kufen am Tisch

Da unsere Bretter sehr unterschiedlich hoch und zum Teil gebogen sind, mussten wir die Unterschiede mit verschieden dicken Abstandshaltern vor dem Festschrauben ausgleichen.

Befestigte Kufe als Fuß für Tisch

Das hat super funktioniert und sorgt dafür, dass die Oberseite des Tischs so plan wie möglich ist. Zwischen den drei Brettern haben wir einen Abstand von etwa einem Zentimeter gelassen. Da die Kanten der Bretter sehr uneben sind, hätten sie ohnehin nicht eng aneinanderliegend montiert werden können. Jetzt ist er eben mal größer und mal enger. Der Tisch ist fertig. Nur noch von den Böcken heben und auf seine eigenen Kufen-Füße stellen. Tadadadaaaaatadaaaaaatadaaaaaa, Trommelwirbel, Tusch: Hier ist unser fertiger Tisch!

Tisch im Garten, Stühle, Wimpelkette, Blumenstrauß

Hach, ich bin immernoch ganz hin und weg von dem guten Stück! Mit seinen Maßen von ca. 250 x 85 cm passt er perfekt auf die große Terrasse und sieht dort einfach traumhaft aus! Die große Kuchenschlacht zu meinem Geburtstag hat an dem Tisch doppelt soviel Spaß gemacht! Außerdem hat auch das Wetter mitgespielt, was Anfang September ja auch nicht immer so sicher ist. Und heute soll die Sonne auch wieder vom blauen Himmel strahlen. Da freue ich mich jetzt schon aufs Mittagessen mit meinen Lieben im Garten am neuen Tisch! Habt alle einen wundervoll sonnigen Sonntag!

Tisch im Garten mit Deko, Blumenvase, Windlichter
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