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Montag, 22. Februar 2016

Die Monster sind los – ein Monstergeburtstag mit Piñata

Schon wieder ist ruckzuck ein ganzes Jahr vergangen und die kleinen Mäuse sind 5 Jahre alt geworden. (Ich weiß, dass es floskelhaft klingt, aber dennoch: Wie kann es bitte sein, dass sie schon 5 werden? Die Zeit rast... Hach, da kann man schon mal melancholisch werden...) Jetzt aber vorsicht: Die Monster sind los! Zu ihrem Kindergeburtstag haben sich meine großen Mädchen eine Monsterparty gewünscht. Ich muss sagen, dass ich darüber sehr froh war, da im Kindergarten die Themen Starwars und Eiskönigin gaaaanz groß sind. Der Kelch ist zum Glück an mir vorrüber gegangen ;-) Also wurde es ein Monstergeburtstag. :-)

Einladungskarten mit Kulleraugen und Zähnen auf Holztisch

Die Mädels und ich haben zusammen bunte Monstereinladungen aus Tonpapier mit Kulleraugen und scharfen Monsterzähnen für alle Partygäste gebastelt. Wie immer, durften die beiden so viele Kinder einladen, wie sie Jahre alt werden. Bei Zwillingen könnten das im schlimmsten Fall natürlich doppelt so viele Kinder werden, aber auf den Trick sind die beiden noch nicht gekommen :-) Einzeln befragt, haben mir beide 5 Namen genannt, und hatten eine Schnittmenge von 4 Kindern. Es wurden also 6 Kinder eingeladen. Perfekt!

Bevor ich euch mit zu unserer Monsterparty nehme, will ich euch noch zeigen, was ich als Highlight der Party vorbereitet habe: Eine Piñata. Eine mit Süßigkeiten gefüllte Form aus Pappmaché, bunt bemalt oder beklebt, die von den Kindern reihum mit einem Stock aufgeschlagen wird, bis alle Süßigkeiten herausfallen. Die Beute wird natürlich fair geteilt. Da die Kinder super viel Spaß damit hatten, hier eine kurze Anleitung zum Nachmachen:

Luftballon, Kleister, Zeitungspapier

Einen Luftballon aufblasen, Tapetenkleister anrühren, Zeitung in Streifen schneiden und dann Streifen für Streifen und Schicht für Schicht die Zeitungsstreifen auf den Ballon kleben, bis nur noch der Knoten des Ballons herausschaut.

Luftballon mit Zeitungsstreifen und Eimer mit Kleister

Ich habe nach einer Trocknungszeit von 24 Stunden noch eine Schicht drauf geklebt, aber ich glaube, das hätte ich auch lassen können. Die Kinder haben sich ganz schön abgemüht, um das Ding kaputt zu bekommen ;-)

Luftballon eingewickelt in Kreppbänder, Klebstoff

Wenn alles getrocknet ist, den Luftballon aufschneiden und aus dem Pappmachè-Ballon herauslösen. Dann kann die Piñata nach Lust und Laune oder nach Anlass und Motto bemalt oder beklebt werden. Ich habe mit bunten Kreppbändern und Augen aus Tonpapier natürlich ein kunterbuntes Monster gebastelt. Zum Schluss habe ich um den oberen Rand herum mehrere Löcher gestanzt, durch die ich eine Kordel als Aufhängung gezogen habe.

Lochstanzer, Luftballon

Dann mit Süßigkeiten füllen wie Smarties-Schachteln, Gummibärchen-Tütchen, Schokokugeln oder, oder, oder... Hauptsache für jedes Kind ist von jeder Süßigkeit ein Teil da :-) Um die Öffnung zu schließen und die Aufhängung zu verbergen, habe ich ein Büschel bunter Bänder in das Loch gesteckt. So hat das Monster einen bunten Haarpuschel bekommen.

Pinata auf bunter Basteldecke

Mit gelbem Kreppband habe ich auf Wunsch meines Mannes noch so etwas wie eine Endloszahnreihe aufgeklebt, die dem Monster den letzten Schliff gegeben hat. Fertig!


Eigentlich wollten wir eine kleine Schnitzeljagd durch den Stadtwald machen und als Schatz die Piñata verstecken, aber leider hat das Wetter mit eiskaltem Dauerregen uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da das im Februar natürlich immer im Bereich des Möglichen liegt, hatten wir ohnehin Programm für innen geplant und die Piñata hatte im Wohnzimmer ihren großen Auftritt.

So, jetzt ist aber endlich genug vorbereitet. :-) Die beiden Mäuse konnten den großen Tag kaum mehr erwarten. Es ist ja wirklich unfassbar niedlich, wie aufgeregt so kleine Geburtstagskinder vor ihrer Party sind. Willkommen zu unserer Monsterparty!

Augen und Mund auf Haustür

Der Kindergeburtstag wurde mit Monster-Muffins und Monsterkuchen eröffnet. Klingt aufregender als es ist. Ich habe einen Schokoladenkuchen gebacken und mit giftgrünem Zuckerguss überzogen. Rote Punkte und weißes Monstermaul habe ich mit gekaufter Zuckerschrift aufgetragen. Die Augen waren aus Styropor und auf hölzerne Schaschlikspieße gesteckt. Alternativ könnte man auch Lutscher als Augen in den Kuchen stecken.


Für die Muffins habe ich bei Minidrops total süße Monster-Cups mit Augen- und Arm-Steckern als Set gekauft, Zitronenmuffins gebacken, roten Zuckerguss drauf, Stecker rein, fertig. Die machen doch richtig was her, oder? Die Kinder waren begeistert von den Monster-Muffins und haben alle einen verputzt.

Muffins auf Etagere für Monstergeburtstag

Wie im letzten Jahr bei der Piratenparty (Warum nicht Altbewährtes in neuem Gewand noch einmal einsetzen?) habe ich diesmal Monster-Anhänger für die Kinder vorbereitet, auf denen sie nach jedem gewonnenen Spiel ein Maul, ein Auge oder die Hörner des Monstergesichts sammeln konnten. Als das kleine Monster fertig war, bekamen die großen Monster ihren Schatz. Aber dazu später. Die Hörner und Mäuler habe ich übrigens bei SomewhatSimple als gratis Vorlage zum Ausdrucken gefunden. 

Drei Monster aus buntem Papier mit Hörnern

Spiel 1: Die süßen Hörner und Mäuler waren so schön mottogerecht, dass ich sie gleich für die erste Aufgabe (etwas größer ausgedruckt) nochmal eingesetzt habe. Die Kinder durften sich aus bemalten Papptellern, bunten Hörnern und Mäulern, Kulleraugen und bunten Pfeifenputzern eine lustig-schaurige Monstermaske basteln. Ich finde, das haben die Kids wirklich großartig gemacht! So unterschiedliche süße Monstermasken! Ich bin immernoch begeistert! Zur Belohnung haben sie auf ihren Monsteranhänger ein Maul bekommen.


Spiel 2: Hier kam ein Spiel vom letzten Jahr zum Einsatz, das allen Kindern so richtig viel Spaß gemacht hat Dosenwerfen! Die acht bunten Monster haben gemeinsam die gestapelten Blechmonster (-Dosen) umgeworfen und sie besiegt. Und zwar immer und immer wieder, weil es so schön war. Dafür haben die Monsteranhänger zwei Hörner bekommen.

Monster aus buntem Tonpapier an der Wand mit Hörnern und Augen

Spiel 3: Klebt dem Monster ein Auge an. In Anlehnung an das mexikanische Spiel "Steck dem Esel den Schwanz an", haben die Kinder mit verbundenen Augen dem Monster Augen angeklebt. Alle Kinder haben mitgeholfen und heiß oder kalt gebrüllt und am Ende hatte das Monster 8 Augen, die wunderbar monsterhaft zwischen Hörnern und Maul verteilt waren. Dafür hat der Monsteranhänger dann auch ein Auge bekommen. :-)

Buntes Monster aus Pappmaché mit Kreppbändern an einem Seil

Und jetzt endlich das Highlight der Party die Piñata. Im Wohnzimmer. Nachdem wir die perfekte (und einzige) Stelle in der Wohnung gefunden hatten, an der die Kinder gefahrlos für Gesundheit und Inventar auf die Piñata einschlagen konnten, ging es los. Mein Mann und meine beste Freundin, die Patentante meiner Mädels, haben das Band gehalten, an dem die Piñata hing. Die Kinder haben alles gegeben und wie verrückt abwechselnd mit der bunten Stange auf die Monster-Piñata eingeschlagen. Außer einer kleinen Delle tat sich aber nichts. Auch nach der dritten und vierten Runde nicht. Die Kinder waren zwar immernoch mit Eifer dabei, aber irgendwann wollten wir ja auch noch Pommes essen... Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dann mit einer Schere einen kleinen Schlitz unten hineingeschnitten habe. Wenige Schläge später plumpste die erste Süßigkeit ein Monsterglubschauge auf den Boden. Die Kinder waren außer sich vor Begeisterung und hatten wenig später die Piñata zerlegt und alle Süßigkeiten eingesammelt. Was für eine Freude!

Papiertüten mit bunten Hörnern, Kulleraugen und Mäulern

Nach dem klassischen Pommes-Knackwürstchen-Abendessen, wurden die Geburtstagsgäste abgeholt und haben von meinen Mädels die obligatorische Mitgebseltüte im Monster-Look bekommen. (Und: Ja, richtig, auch hier habe ich wieder die Monster-Printables und Kulleraugen verbraten.) 

Meine Mäuse waren sehr glücklich über ihren Geburtstag und meinem Mann und mir hat es auch Spaß gemacht. Das Schönste an so einem Kindergeburtstag ist dann aber immer der Moment, wenn die Kinder schlafen, alles aufgeräumt ist und man völlig erledigt mit einem Bier oder Wein in der Hand aufs Sofa fällt...  Na denn, in einem Jahr geht's wieder los :-)

Bunte Papierschnipsel auf dem Fußboden

Und wenn ihr noch mehr Lust auf Feste und Feierlichkeiten habt, dann schaut auch mal auf dem Blog "Engel und Banditen" von der lieben Yvette vorbei. Sie macht gerade einen Blog-Event zum Thema "Herzlich eingeladen" und sammelt Posts zu Festen wie Taufe, Hochzeit, Babyshower, Geburtstag und und und... 

Viele Grüße, eure Julie
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Sonntag, 4. Oktober 2015

Upcycling – DIY Tisch aus alten Gerüstdielen

Was für ein traumhafter Herbststart hier im Rheinland! Sonne, blauer Himmel und 20 Grad! Das herrliche Wetter kommt mir jetzt gerade recht, um unseren neuen Gartentisch noch so lange wie es geht gebührend zu nutzen bis es endgültig zu kalt (und nass) wird. Pünktlich zu meinem Geburtstag haben wir das gute Stück aus alten Baustellenbrettern und geschweißten Stahlbeinen zusammengebaut und mit ganz viel leckerem Kuchen eingeweiht.

Gartentisch mit Blumenvase, Windlichtern und Häkeldeckchen

Die Idee zu dem Tisch hatten wir von meinem Bruder und seiner lieben Frau, die einen wunderschönen Gartentisch aus richtigen alten Gerüstdielen mit Metallkappen gemacht  und ein Gestell aus Metallrohren dazu gebaut haben. Super schön geworden! So etwas wollte ich auch, um unseren weißen Plastiktisch mit bunter Pünktchendecke endlich gegen eine schickere Variante auszutauschen!

Drei alte Bretter

Über ein Kleinanzeigenportal haben wir drei schön, schäbige Baustellenbretter gefunden. Sie sind alle rissig, dreckig, vermackt, unterschiedlich lang, breit und dick - also so richtig schön shabby. 

Zuerst müssen die Bretter alle auf die gleiche Länge gebracht werden. Am besten mit einer Handkreissäge. Dann geht's ans Schleifen. Da der Used-Look ja gewollt ist, sollten die Bretter natürlich nicht glatt, gerade und frei von Kitschen sein, aber Splitter in den Händen müssen ja auch nicht sein, oder? ;-)

Altes Brett wird per Hand geschliffen

Also habe ich per Hand das Holz splitterfrei geschliffen. (Puh, da kann man sich das Workout für Arme, Schultern und Rücken mal getrost sparen.) Das ganze hat zwar viel länger gedauert als ich dachte, aber dafür sind auch alle Kitschen und Risse schön rund und glatt geworden. Die Bretter lagen auf dem Sandkasten der Kinder und immer, wenn das Wetter gut war, hab ich mal ein Stündchen geschliffen. (Spätestens seit der wochenlangen Renovierung unserer Wohnwagendecke, kann mich in Sachen Schleifen so schnell ohnehin nichts mehr aus der Fassung bringen ;-) )

Eimer mit Lack, Pinsel und altes Brett

Wenn die Bretter fertig geschliffen sind, müssen sie einmal ordentlich abgewischt werden damit sie einigermaßen staubfrei sind, um lackiert zu werden. Ich habe einen Eimer matten Klarlack auf Wasserbasis genommen und bin sehr zufrieden damit. Das Lackieren selbst geht eigentlich ralativ schnell, nur muss man natürlich Zeit fürs Trocknen einplanen. Ich habe die Oberseiten der Bretter am Ende je dreimal lackiert und die Unterseiten zweimal. Das sollte ihn ein wenig gegen Wind und Wetter wappnen, wobei  Schnee und Frost sicher nicht spurlos an ihm vorbeigehen werden. (Dazu kann ich euch nächstes Frühjahr dann mehr sagen. ;-) ) Und außerdem sehen die Bretter mit der matten Klarlackierung einfach super aus, finde ich!

Altes Brett geschliffen und lackiert

Die Bretter sind fertig! Juchuh! Aber so ein Tisch braucht natürlich auch ein Gestell. Ich hatte mir idealerweise zwei metallene Kufen als Füße für die Bretterplatte vorgestellt. Solche Kufen gibt es sogar zu kaufen, allerdings waren die mir viel zu teuer! Und außerdem wären sie nicht selbstgemacht. Also habe ich das Füße-Problem mit meinem Vater durchgesprochen, der als passionierter Baumarktgänger quasi das gesamte Sortiment im Kopf hat und so schnell weiß was geht und was nicht. Sein Vorschlag: Vierkant-Stahlrohr kaufen und selber schweißen.
 
Zwei Kufen als Füße für Tisch aus Stahlrohr

Prima Idee! Mein Vater hat die Stahlrohre im Baumarkt gekauft und dort auch gleich nach unseren Maßen auf Gehrung zusägen lassen. Als Auflage für die Holzbretter und obere Seite der Kufen haben wir eine flache Stahlplatte genommen. Mein Onkel kann schweißen und hat uns die beiden Kufen aus den acht Einzelteilen zusammen geschweißt! Großartig! Vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle! Die Kufen sind richtige Schmuckstücke geworden, finde ich. Mein Vater hat schon die Löcher in die beiden Stahlplatten gebohrt für die Montage an die Bretter und die Kufen mit Klarlack lackiert, damit sie erst einmal gegen Durchrosten geschützt sind.

Drei Holzbretter auf Böcken

Um die Kufen an die Bretter zu schrauben, haben wir sie zunächst mit der schönen Seite nach unten auf Holzböcke gelegt und die Kufen mit der flachen Platte auf die Bretter gelegt. Erst die Kufen ordentlich ausgerichten, dann die Löcher für die Schrauben in die Bretter bohren.

Befestigung von Füßen / Kufen am Tisch

Da unsere Bretter sehr unterschiedlich hoch und zum Teil gebogen sind, mussten wir die Unterschiede mit verschieden dicken Abstandshaltern vor dem Festschrauben ausgleichen.

Befestigte Kufe als Fuß für Tisch

Das hat super funktioniert und sorgt dafür, dass die Oberseite des Tischs so plan wie möglich ist. Zwischen den drei Brettern haben wir einen Abstand von etwa einem Zentimeter gelassen. Da die Kanten der Bretter sehr uneben sind, hätten sie ohnehin nicht eng aneinanderliegend montiert werden können. Jetzt ist er eben mal größer und mal enger. Der Tisch ist fertig. Nur noch von den Böcken heben und auf seine eigenen Kufen-Füße stellen. Tadadadaaaaatadaaaaaatadaaaaaa, Trommelwirbel, Tusch: Hier ist unser fertiger Tisch!

Tisch im Garten, Stühle, Wimpelkette, Blumenstrauß

Hach, ich bin immernoch ganz hin und weg von dem guten Stück! Mit seinen Maßen von ca. 250 x 85 cm passt er perfekt auf die große Terrasse und sieht dort einfach traumhaft aus! Die große Kuchenschlacht zu meinem Geburtstag hat an dem Tisch doppelt soviel Spaß gemacht! Außerdem hat auch das Wetter mitgespielt, was Anfang September ja auch nicht immer so sicher ist. Und heute soll die Sonne auch wieder vom blauen Himmel strahlen. Da freue ich mich jetzt schon aufs Mittagessen mit meinen Lieben im Garten am neuen Tisch! Habt alle einen wundervoll sonnigen Sonntag!

Tisch im Garten mit Deko, Blumenvase, Windlichter
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Mittwoch, 8. Juli 2015

Alles im Griff - mit dem selbstgenähten Utensilo fürs Auto

Die Sommerferien sind da! Juchuuuu! (Jedenfalls hier bei uns in NRW :-) ) Das Wetter ist auch pünktlich zu Ferienbeginn sommerlich heiß geworden und bald geht es auch endlich in den Urlaub. Da wir natürlich unseren Wohnwagen Theo mitnehmen, werden wir nicht irgendwohin fliegen, sondern ein paar Stündchen mit dem Auto und Theo hinten dran gen Süden fahren. (Mit Süden meine ich in diesem Fall Österreich und nicht Südfrankreich oder Spanien. Das wäre uns mit Theo dann doch zu weit.) Aber da Autofahrten für Kinder schon ab der ersten Ecke nach Abfahrt schier endlos lang sind ("Wann sind wir endlich da?") wollen sie gut geplant sein.


Die Bord-Ausstattung ist da nicht ganz unwichtig ;-) Deshalb habe ich meinen Mädels schon für den letzten Sommerurlaub zwei Utensilos genäht, die an den Rücklehnen von Fahrer- und Beifahrersitz befestigt werden können. So etwas ist einfach wahnsinnig praktisch! Die Kinder haben so ihre Trinkflaschen, Bücher, Sonnenbrillen, CD's, Stifte, Spiele und was man sonst so braucht griffbereit vor ihrer Nase hängen. Es fliegt nicht alles durch die Gegend und ich muss mich nicht ständig nach hinten umdrehen, um irgendwelche Dinge anzureichen. Netter Nebeneffekt: Die Rückseiten unserer Sitze sind vor den dreckigen Schuhen der Kinder geschützt :-)


Als Vorlage für die Utensilos habe ich ein ganz wundervolles eBook bei made by cataffo gefunden. Besonders was das Maßnehmen, die Materialien, Befestigungen und das Nähen der Taschen angeht, war das eBook sehr hilfreich. Die Aufteilung und Größen der Taschen konnte ich ganz nach meinen Vorstellungen anpassen.


Die Stoffe, die ich benutzt habe, hatte ich alle noch von der großen Wohnwagenrenovierung übrig. Deshalb kommen euch die Farben vielleicht ein bisschen bekannt vor. ;-) Eigentlich wird in der Anleitung Wachstuch empfohlen, was ja auch Sinn macht, weil es so schön abwischbar ist und dem Utensilo auch ein bisschen mehr Stabilität gibt, aber ich hatte ja noch die vielen anderen Stoffe... Also habe ich in mein Baumwollstoff-Utensilo eine dicke aufbügelbare Stabilisierung von Vlieseline zwischen der Vorderseite mit Taschen und der gepunkteten Rückseite eingearbeitet. Hält super! Und das, obwohl in der oberen runden Tasche oft volle Wasserflaschen stecken, die ja schon relativ schwer sind. Die Flaschentasche habe ich mir übrigens selber ausgedacht und auf den Umfang von handelsüblichen kleinen Wasserflaschen angepasst. Auch die Kindertrinkflaschen von SIGG passen super rein.


Befestigt werden die Utensilos ganz einfach mit Bändern und Klettverschlüssen. Die oberen beiden Bänder werden um die Kopfstützen gelegt und zusammengeklettet, die unseren beiden Bänder um die ganze Rückenlehne der vorderen Sitze. Ich habe dabei darauf geachtet, dass die Klettverschlüsse jeweils an der Seite der Türen sind, damit man einfach dran kommt. 


Nachdem wir die Utensilos nun also etwa ein Jahr in Gebrauch haben, kann ich nur sagen, dass sich der Aufwand gelohnt hat! Sie sind immer noch stabil und sehen trotz dreckiger Schuhe und klebriger Kinderhände noch super aus (die Fotos hier sind nämlich aktuell). Bereit, bald wieder mit vielen Fahrzeitverkürzern gefüllt zu werden. Habt ihr da vielleicht noch ein paar gute Tipps?
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Montag, 18. Mai 2015

Ein kunterbuntes Spielhaus - selbstgemacht aus Pappkartons

Könnt ihr euch noch an früher erinnern? Als ihr klein wart und es geliebt habt in selbstgebauten Höhlen, unter Tischen und in großen Kartons zu spielen? Als ich eines Morgens ins Büro kam und dort zwei riesige leere Kartons standen, war ich plötzlich wieder klein und hätte mich am liebsten gleich reingesetzt.... Hihihi, nein, natürlich nicht, aber ich habe mir die Kartons gleich für meine Mädels gesichert, um ihnen ein kunterbuntes Spielhaus daraus zu bauen. 

 

Das ist jetzt schon über zwei Jahre her: Zum zweiten Geburtstag haben die Mäuse ihr Häuschen bekommen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich euch erst heute davon berichte? Weil ich gerade überlege, ob wir uns von dem Haus trennen wollen. Zwei Jahre mit zwei wilden kleinen Bewohnerinnen sind, wie ihr euch vorstellen könnt, nicht spurlos an dem Kartonhaus vorbeigegangen. Es hat zwar länger gehalten, als gedacht, aber mit Rissen, Beulen und Knicken sieht es eben ziemlich bespielt aus. Und da es aus Platzgründen im Wohnzimmer steht... Nicht gerade ein schmückendes Dekostück;-)

In jedem Fall ist es jetzt aber dringend nötig, das Häuschen hier zu verewigen und euch zu zeigen, wie ich es gebaut habe:

Den Boden des größeren Kartons habe ich geschlossen gelassen, damit das Haus stabil bleibt, die oberen Klappen habe ich aber hochgestellt und an den offenen Kanten mit Gaffa-Tape verklebt, damit das Haus eine gewisse Höhe bekommt.


Für das Dach habe ich mir aus dem zweiten Karton zwei Giebel ausgeschnitten, die ich mithilfe von eingeschnittenen Laschen an der Unterkante ziemlich stabil auf dem Haus befestigen konnte. Nicht vergessen: An beiden Giebeln braucht man große umklappbare Flügel als Auflagen für das Dach. 
Das große, in der Mitte längs gefalzte Pappstück für das Dach ist der Rest des zweiten Kartons. Dach aufsetzen, alles von Innen und Außen gut mit Gaffa verkleben und fertig ist der Rohbau. 



Dann kommt der Teil, der am meisten Spaß macht: Das Dekorieren und Verzieren! Um alle Spuren der Kartons und Klebebänder zu verbergen, hat das Haus eine Verkleidung aus Packpapier bekommen, das Dach habe ich mit rotem, gepunktetem Geschenkpapier beklebt.



Ganz wichtig sind natürlich noch die Öffnungen des Hauses, die ich ein bisschen vom späteren Standort abhängig gemacht habe. (Die Türe muss schließlich an der richtigen Seite sein :-))



Unser Haus hat eine große Eingangstüre, ein Fenster mit Fensterläden, ein kleines Bullaugenfenster, zwei Fenster mit Fensterkreuzen und einen runden Ausgang für den Spieltunnel (von IKEA) bekommen. 



Ein besonderes Highlight ist der grüne Briefkasten an der Hauswand, der über eine Klappe im Haus drin geleert werden kann. (Da findet man dann auch nach tagelangem Suchen den vermissten Hausschuh wieder.) 



Die Packpapierwände des Spielhauses können nach Herzenslust kunterbunt bemalt werden. Ich habe mich für Blumen, Schmetterlinge und Blumenranken entschieden. Die Tür hat bunte Kringel bekommen und über dem Sturz zwitschern noch ein paar Vögelchen.



Und fertig ist das kunterbunte Spielhaus für die kleinen Ladies. Wenn ich mir die Bilder jetzt so ansehe, fällt es mir doch irgendwie schwer, mich von der Hütte zu trennen. 
Eigentlich könnte ich sie doch auch nochmal ein bisschen renovieren, oder? :-)
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