Dieses Jahr habe ich mir vor dem Kindergeburtstagsfest für meine Zwillingsmäuse ziemlich den Kopf zerbrochen. Es ist der erste Geburtstag mit einer richtigen Kindergeburtstagsfeier, also ohne Eltern, und mit großen Erwartungen der Kinder :-) Schließlich waren sie schon bei anderen tollen Kindergeburtstagen... Die große Sause musste also rechtzeitig geplant werden.
Wie viele Kinder dürfen kommen? Viele haben die Regel, dass für jedes Lebensjahr des Geburtstagskindes ein Gast kommen darf. Schön und gut, aber wie läuft das bei Zwillingen? Fazit: Genauso und hoffen, dass die Schnittmenge groß ist :-) (Es wurden 6 Gäste) Jetzt braucht das Kind nur noch einen Namen: Mein Vorschlag einen Piratengeburtstag zu feiern wurde begeistert angenommen.
Also schnell zu Pinterest und von hunderten guter Ideen zu Piratengeburtstagen inspirieren lassen. So etwas kann ja schnell zu einem Fass ohne Boden werden... Uiuiui, so viele tolle Ideen!
Die Einladungen haben wir natürlich ganz Mottogetreu als
Piratenschiffchen gebastelt, was sowohl bei meinen Mädels als auch bei
den anderen Kindern super ankam. Eine kleine Piratin hat ihr Schiffchen
sogar als Eintrittskarte mit zur Party gebracht. Total niedlich!
Mit Totenkopfservietten und -wimpelkette, Piratenschiffkuchen und Piratenmuffins haben wir aus dem Wohnzimmer ein kleines Piratenuniversum gemacht und sind in See gestochen.
Nach dem Kuchenessen habe ich als Piratenchefin meinen kleinen Piratenanwärtern und -anwärterinnen ihre Piratenausweise umgehängt, die sie für ihre 5 Prüfungen brauchten. Für jede bestandene Piratenprüfung, haben die Kleinen einen Stempel in ihren Pass bekommen. Und wie alle Mamas und Papas wissen, sind Kinder hin und weg von Stempeln.
1. Prüfung: Piratenkopftuch bemalen. Mit Hilfe von Schablonen haben die 8 kleinen Piraten roten Dreieckstücher mit Totenköpfen bemalt und schon sahen sie auch wie echte Piraten aus. Zeit für den ersten Stempel :-)
2. Prüfung: Augenklappe aus schwarzem Filz ausschneiden. Die Formen habe ich auf dem Filz vorgemalt und das Ausschneiden hat schon ganz gut allein geklappt. Nur die Gummibänder haben die Elternpiraten festgeknotet. Und schon gab es den zweiten Stempel in den Pass.
3. Prüfung: Kanonenschießen. Jeder Pirat muss natürlich die Kanonen von seinem Schiff abfeuern können. Also haben wir das ganze mit Dosen und Tennisbällen simuliert :-) Was für ein Spaß! Das hätten wir auch noch den Rest des Tages weiterspielen können ;-) Und schnell einen neuen Stempel in alle Piratenausweise.
4. Prüfung: Von Insel zu Insel an Land hüpfen. Aus zwei zerschnittenen Fußmatten haben wir vier "Inseln" gemacht. Immer zwei Kinder sind gegeneinander angetreten und mussten versuchen so schnell wie möglich von ihrer ersten Matte zur zweiten zu hüpfen, die erste von hinten wieder vor sich zu werfen und weiterzuhüpfen. Da das Wetter schön war, konnten wir das Inselspiel sogar im Garten spielen. Die Piraten haben sich mächtig gegenseitig angefeuert und sind alle schnell an Land gekommen. Da gab es ja dann auch den vierten Stempel.
5. Prüfung: Über die Planke laufen. (Natürlich nicht mit Kanonenkugel am Bein und gefesselt, sondern, um von Schiff zu Schiff zu balancieren!) Eine lange Holzlatte quer über die Wiese gelegt und einen Piraten nach dem anderen rüberbalancieren lassen. Alle haben es geschafft und sich ihren letzten Stempel verdient.
Als ausgebildeter Pirat ist man nun bestens darauf vorbereitet einen Schatz zu finden. (Übrigens ganz ohne Pfeile und Hinweise. Daran hatte ich gar nicht gedacht (weil der Garten ja sooo groß auch nicht ist) und musste dann schnell improvisieren: Ihr seid doch jetzt schon richtige Piraten und braucht gar keine Pfeile mehr! Das richtige Marketing ist alles.) Also haben sich 8 kleine Piraten auf die Suche begeben...
...und eine ganze Wanne voller Schatztüten gefunden. Es ist ja unglaublich süß, wie begeisterungsfähig so kleine Leute noch sind! Sie sind total ausgeflippt und haben sich voller Freude über ihre Schätze hergemacht. In den Tüten waren die üblichen Mitgebsel wie Gummibärchen und Smarties, ein Bleistift und passend zum Motto noch Piratenmalbüchlein mit Stickern und Stempel. Für solche Dinge ist HEMA ja immer prima, weil es dort günstige, süße Kleinigkeiten gibt.
Zum Abendessen gab es für die hungrige Meute Piratengold (Pommes) mit Krakenwürstchen und dann wurden die kleinen Piraten auch schon abgeholt und der aufregende erste richtige Kindergeburtstag ging zu Ende. Es war nur halb so schlimm (mit 8 Vierjährigen) wie ich dachte und hat doppelt so viel Spaß gemacht! Trotzdem bin ich ganz froh, dass ich jetzt wieder ein Jahr Pause habe... Manchmal hat es doch so seine Vorteile mit Zwillingen ;-)










