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Mittwoch, 3. Juni 2015

Urlaub im Wohnwagen - Von Praktischem und Schönem


Wenn man einige Tage oder gar Wochen im Wohnwagen lebt, schläft und kocht, dann ist das Wichtigste, dass alles seinen Platz hat. (Auf so kleinem Raum würde man sonst mit Sicherheit im totalen Chaos versinken.) Zum Beispiel verstauen wir die diversen Schuhe der ganzen Familie in großen Plastikkisten mit Deckel draußen unter dem Wohnwagen. Das ist super praktisch!


Dank unserer zum Schrank umgebauten Nasszelle, haben wir richtig viel Platz für unsere Kleidung und die offenen Regale im Wohnwagen sind super für Bücher, Portemonnaies, Fotoapparat, Ladekabel und CD-Spieler der Kinder geeignet.
Eine der besten Erfindungen hat mein Bruder irgendwo im Internet entdeckt und für seinen und unseren Wohnwagen nachgebaut: Eine Wäscheleinen-Halterung. Großartig!

Laundry

Auf der Rückseite des Wohnwagens werden die beiden Halterungen rechts und links in die Griffe des Wohnwagens eingehängt und zwischen ihnen eine Wäscheleine gespannt. Dort können alle nassen Handtücher und sonstige Wäsche in Ruhe vor sich hin trocknen.

Laundry

Nach unserem zweiwöchigen Campingurlaub mit Theo haben wir dennoch im Geiste eine kleine Liste von Dingen gemacht, die wir noch ändern oder ergänzen wollten. Wir mochten unser dezentes, kleines Sonnensegel zwar sehr gerne, weil man die hübsche Retroform des Wohnwagens so noch gut erkennen konnte, aber ganz ehrlich: wenn es stundenlang wie aus Kübeln schüttet, dann ist es schon praktischer, wenn das Sonnensegel ein paar Quadratmeter größer ist und zum großen Regenschirm wird. :-)


Gegen vermeintlich spießige Camping-Teppiche (genauso wie Vorzelte) hatten wir uns zunächst beharrlich gewehrt, mussten dann aber feststellen, dass es barfuß ziemlich pieksig ist, wenn man über Untergrund aus zerstoßenen Muscheln läuft. Außerdem trägt man (besonders unsere kleinen Campingmäuse) den ganzen Sand und Dreck mit den Füßen in den Wohnwagen. Da wir alle handelsüblichen Campingteppiche ziemlich langweilig und farblich öde fanden, haben wir unter dem Stichwort "Outdoor" Teppiche unseren neuen "Vorgarten"-Teppich gefunden. Der blau-weiß-gezackte Teppich von Green Decor ist super leicht und aus recycletem Kunststoff hergestellt. Er ist zwar nicht so groß wie Campingteppiche, die es am laufenden Meter gibt, und die genauso breit sind wie der Wohnwagen, aber dafür sieht er schick aus und liegt an der für die Füße kritischen Stelle :-)

Was auch noch sehr praktisch ist, ist unsere Außenküche. Nun könnte man natürlich denken, dass es Quatsch ist, einen Gasherd-Koffer mitzuschleppen, wenn doch im Wohnwagen ein wunderbarar Herd drin ist, aber gerade bei schönem Wetter und um Essensgeruch im Wohnwagen zu vermeiden, ist es schon nett mit der Außenküche. Seit diesem Pfingsturlaub haben wir für den Herd auch einen angenehm hohen Camping-Küchenschrank mit Windschutz. Das Essen wird nämlich sehr viel schneller fertig, wenn der gemeine Wind nicht immer die Gasflammen malträtiert. (Als nächstes werden wir den unifarbenen, dunkelblauen Stoff des Schranks noch ein bisschen aufpeppen. Ich habe da schon eine Idee...)


Und dann konnte ich es natürlich nicht lassen, Theo hier und da einfach noch hübscher zu machen. Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich am Ende meines Posts zum großen Vorher-Nachher-Finale darüber nachgedacht habe, ob der Kleiderschrank und die Heizung nicht besser in weiß aussehen würden? Ich finde: JA! :-) Beim diesjährigen Frühjahrsputz hat mein Mann dem lieben Theo kurzerhand eine weiße Heizung beschert und ich habe das Lackieren der Schranktüren übernommen. Wir finden, dass ihm weiß an dieser Stelle hervorragend steht!


Auf speziellen Wunsch meines Mannes habe ich noch ein maritimes Kissen für Theo genäht.  (Wir hatten ja auch erst drei Kissen auf den Sitzbänken rumliegen ;-) ) Der tolle Ankerstoff passt aber auch perfekt zu den Farben unserer Einrichtung und die rote Paspel hatte ich sogar noch in der Nähkiste. 
Mal sehen, was uns als nächstes einfällt. Irgendwas kann man doch immer noch verändern...
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Urlaub im Wohnwagen - Mit Theo ans Meer

Theos erste Reise in diesem Jahr ging ans Meer. Überhaupt ist Theo bisher immer mit uns ans Meer gereist. (Ich wollte euch doch schon längst von unseren Reisen erzählt haben.) Da er am schönen Niederrhein in einem ehemaligen Gewächshaus wohnt, ist es von dort bis zur Niederländischen Küste auch nur ein Katzensprung. Sommer, Sonne, Strand, herrlich!!


Also schön der Reihe nach: Letztes Jahr haben wir unsere Jungfernfahrt mit Theo für ein langes Wochenende in die Nähe von Westkapelle gemacht. Der Campingplatz war eigentlich nur eine große Wiese, auf der man dicht an dicht stand, aber er war direkt hinter der Düne, sehr sauber und hatte einen Supermarkt und Fahrradverleih direkt gegenüber. Die Mädels waren hellauf begeistert davon, in ihrer Kinderkoje zu schlafen, alleine mit ihren Rollern zum kleinen Campingplatz-Spielplatz zu fahren und mit Eimern und Schaufeln am Strand zu spielen. Mein Mann war total begeistert von seinem Outdoor-Kocher, auf dem zur Einweihung sensationelle Apfelpfannekuchen gezaubert wurden. Natürlich mit entsprechender Showeinlage zum Wenden. :-) Und ich war begeistert darüber, dass alle glücklich und zufrieden waren. Unsere Generalprobe für den großen Sommerurlaub mit Theo am Meer war ein voller Erfolg.


Im Sommer waren wir mit 4 befreundeten Familien zwei Wochen lang auf einem sehr großen Campingplatz in der Nähe von Bloemendaal in Nordholland. Die Stellplätze sind dort verteilt auf verschieden große Buchten und Sackgassen, die von Bäumen und Büschen umgeben sind. Der Campingplatz liegt direkt in einem wunderschönen, großen Dünen-Naturschutzgebiet, das sich perfekt für Radtouren, Wanderungen oder zum Joggen eignet. Der Urlaub war herrlich! Zwei Wochen lang in den Tag leben, an den Strand gehen und lesen, während die größeren der insgesamt 9 Kinder prima miteinander spielen und durch die Gegend toben. Das ist Urlaub! :-) 


Von heißen Tagen, an denen wir den Kindern ein Planschbecken zwischen den Wohnwagen aufgestellt haben, bis hin zu stundenlangem Platzregen hatten wir alles dabei. Aber auch bei schlechtem Wetter ist die niederländische Küste eine Region, in der man viel unternehmen kann. Und bis Haarlem und Amsterdam war es auch nicht weit. Einzig der doch recht lange Fußweg zum Strand (leider ohne Strandcafé und somit ohne Toiletten) war mit den vielen Kindern etwas beschwerlich und die Sanitäranlagen des Campingplatzes ließen zur Hochsaison sehr zu wünschen übrig. Aus dem Grund werden wir dort wohl auch nicht noch einmal hinfahren.
(Von unseren Erfahrungen nach zwei Wochen Camping mit der Ausstattung des Wohnwagens und ganz praktischen Dingen des Camperlebens berichte ich euch in einem separaten Post.)


Unsere jüngste Reise mit Theo (und seiner erweiterten Ausstattung) führte uns über Pfingsten auf einen großartigen Campingplatz, den wir durch Zufall gefunden hatten. Strandcamping Groede ist in der Nähe von Breskens und macht seinem Namen alle Ehre: Der Platz liegt direkt an den Dünen und um an den Strand (mit Strandcafé) zu kommen, muss man lediglich die Küstenstraße und eben die Düne überqueren. Die Zelt- und Wohnwagenplätze sind auf kleine durch Bäume, Büsche und Hecken abgetrennte Wiesen verteilt und die gesamte Anlage ist sehr hübsch und gepflegt. Es gibt einen ganz tollen Spielplatz mit einem riesigen Hüpfkissen für die Kinder und auch in den (sehr sauberen!) Sanitäranlagen gibt es neben den Herren- und Damen-Duschen einen eigenen Kinderbereich mit kleinen Toiletten und Waschbecken und mit Duschen, die höher gelegen sind, um die armen Rücken der Eltern zu schonen. ;-) 


Von unserem Stellplatz aus konnten die Kinder alleine zum Spielplatz gehen und viel näher als wir konnte man auch nicht am Strandübergang wohnen. In der Umgebung sind viele nette Städtchen und auch nach Brügge ist es gar nicht weit. Was will man mehr? Glückliche Kinder und entspannte Eltern :-) Hier fahren wir ganz bestimmt noch einmal hin!


Aber jetzt lassen wir das Meer erst mal Meer sein und machen unsere nächste Tour in die schöne Eifel. Und in den Sommerferien werden wir dann sogar mit Theo nach Österreich in die Berge fahren. Ich werde berichten.
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Montag, 22. September 2014

Jetzt wird's gemütlich - Neue Polster und Rollos



Was wäre so ein Wohnwagen ohne gemütliche Sitzecken und vor allem Betten. Für das Kinderschlafgemach haben wir einfach eine neue Matratze im Maß 140 x 200 gekauft, die auf das bereits vorhandene Lattenrost gelegt werden konnte. Unser Bett war da schon etwas aufwändiger: Unser Bett ist tagsüber nämlich der Sitzbereich mit zwei Sitzbänken und Polstern, die abends zu einem Bett, also einer Liegefläche, zusammengeschoben werden. Dank des Blogs von Catherine Hug habe ich mir eine Menge Kopfzerbrechen sparen können. Statt teuren Schaumstoff für Wohnwagenpolster zu kaufen, haben wir auch hierfür eine normale Matratze (140 x 200) aus Schaumstoff gekauft und diese in die entsprechenden Polsterstücke zersägt.


Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn man die gewünschten Schnittkanten aufgezeichnet hat, legt man oben und unten eine lange Latte entlang der Markierung an und klebt die Balken an den Enden mit Gaffa-Tape zusammen, damit sie nicht mehr weg rutschen und die Matratze quasi zwischen ihnen eingequetscht ist. Dann kann man den Schaumstoff ganz einfach mit einem Brotmesser zersägen!  

Dann geht's an die Nähmaschine. Für die vier Polsterteile habe ich aus einem kräftigen blau-weiß-gestreiften Stoff Bezüge mit Reißverschluss genäht. Sie sind vielleicht nicht perfekt geworden, aber für mein erstes Nähwerk mit Reißverschluss und dann gleich in der Größe, war ich ganz zufrieden :-)


Als die Polster endlich ihren Platz im Wohnwagen bezogen hatten, war ich richtig begeistert. Was so ein bisschen schöner Stoff ausmacht!
Abends wird dann der Tisch runter geklappt, die Polster umgelegt und fertig ist das Bett. Hach, wie gemütlich! :-)


Noch gemütlicher ist es abends natürlich, wenn der Nachbar einem beim Einkuscheln in die Decken nicht gerade zusehen kann. Deshalb habe ich sieben neue weiße Rollos vom schwedischen Möbelhaus an den Fenstern angebracht. Es war zwar manchmal etwas schwierig die Halterungen unter den Wandregalen anzuschrauben, aber das Ergebnis war jede Mühe wert!


Jetzt können wir abends die Schotten dicht machen oder auch tagsüber mal die Sonne draußen lassen, damit es nicht zu heiß wird.


Demnächst zeige ich euch noch die neue Deckenlampe und dann kommt schon bald das große Vorher-Nachher-Finale. :-)
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Montag, 8. September 2014

Ein neues Kleid für die Schranktüre



Lange haben wir überlegt, was wir mit der hässlichen, großen Tür der ehemaligen Nasszelle machen könnten. Hier zur Erinnerung ein Rückblick auf Tür und Nasszelle im Orignalzustand.

Letzte Woche habe ich euch ja davon berichtet, dass wir viele Wände weiß gestrichen haben. Die Wand der Nasszelle, also unseres neuen Kleiderschranks, gehörte natürlich auch dazu. Dadurch sah der Raum schon viel größer und luftiger aus.

Im Schrankinnern hatte mein Mann heldenhaft, stundenlang die dicke Gummitapete abgepellt und ich anschließend Malervlies neu tapeziert. Auf Wunsch meines Mannes wurde die Tapete hellblau gestrichen und mit dicken Multiplex-Brettern zogen stabile Ablagen für unsere Klamotten in den Schrank ein:


Wie ihr sehen könnt, ist die Tür inzwischen auch wieder an ihren alten Platz zurück gezogen, aber in neuem Gewand :-) Von innen haben wir sie weiß lackiert und mit praktischen Haken für Kehrblech, Bademäntel & Co versehen. (Jeder Camper weiß: Man kann nie genug Haken in seinem Wohnwagen haben ;-) ) Mit den vielen Schrauben, die ihr ringsum sehen könnt, habe ich das praktische neue Outfit der Tür befestigt:


Ein selbst genähtes Wand-Utensilo mit vielen Taschen und einer süßen Wohnwagen-Applikation. Da man in einem Wohnwagen nämlich nicht nur viele Haken brauchen kann, sondern aus Mangel an Ablageflächen auch Taschen für Kleinkram, hat dieses neue Türkleid gleich einen doppelten Sinn: Es sieht hübsch aus und bietet massig Stauraum für Kleinigkeiten.
Und so habe ich es gemacht: Zuerst muss natürlich die Tür ausgemessen werden. Das Utensilo sollte ringsum etwa 5 cm größer sein. Als Hauptstoff für den Hintergrund habe ich im oberen Bereich hellblau-karierten Stoff genommen und unten ein Stück hellblauen Stoff mit weißen Punkten angesetzt. Damit man die Übergangsnaht nicht sieht, habe ich ein Häkelband darüber genäht. Dann habe ich die Taschen vorbereitet: dazu werden je zwei Stoffstreifen (schöner Stoff für außen und beliebiger Stoff als Futter zur Stabilität für innen) rechts auf rechts aufeinander gelegt. An allen vier Seiten zusammennähen aber eine kleine Lücke zum Wenden lassen. Nach dem Wenden die Lücke zunähen und nach Wunsch die Außenseite mit Webbändern verzieren. Anschließend auf die gewünschte Stelle des großen Hintergrundstoffs legen und entlang der unteren Kante festnähen. Je nachdem wie viele Taschen ihr aus einem Streifen machen wollt und wie breit sie werden sollen, näht ihr senkrechte Nähte auf die Taschenstreifen. Zusätzlich zu den Taschen kann man den Hintergrundstoff natürlich noch mit Applikationen oder Zierbändern versehen. Fertig!


Und so kommt das Werk an die Tür: Im Baumarkt habe ich mir eine dünne Pappelholzplatte in den Maßen der Tür zusägen lassen. Dann habe ich sie mit Volumenvlies und dem genähten Utensilo bezogen, indem ich Vlies und Stoff ringsum auf der Rückseite fest getackert habe. Am Ende muss das Ganze dann nur noch an der Tür festgeschraubt werden. (Von der Rückseite der Tür) Aber vorsicht: Da das Pappelholz dünn ist, müssen die Schrauben genau die richtige Länge haben, um das Pappelholz zwar zu greifen, aber nicht vorne wieder durchzukommen. :-)


Mit ein paar bunten Buchstaben-Buttons bekommt Theo kurzerhand noch seinen Namen angepinnt und fertig ist der neue Kleiderschrank mit nützlicher Tür!
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Montag, 1. September 2014

Viel weiße Farbe, bunte Blumen und Hübsches vom Flohmarkt

Jetzt geht's endlich ans Renovieren! Bewaffnet mit Malervlies, weißem Lack, Latex-Wandfarbe und meiner Herzenswunschtapete, geht es dem beige-braunen Mief der 70er Jahre an den Kragen.
Es hat mich einiges an Überredungskunst gekostet, aber dann habe ich die hübsche Retro-Blümchentapete bei meinem Mann durchboxen können! Sie soll ja auch nicht an jede Wand, aber hier und da einen fröhlichen Akzent setzen! :-) Und so sieht sie aus:


Vor dem Tapezieren mussten erst einmal einige der größten dunklen Holzflächen weiß lackiert werden. Die Wand zum Kinderschlafbereich samt Schiebetüren, die Seitenwand des Küchenschranks, die Wand der ehemaligen Nasszelle (ab jetzt Kleiderschrank) und einige kleinere Stellen mussten dran glauben. Dadurch wirkt der ganze Wohnwagen viel heller und großzügiger. Die Türe des neuen Kleiderschranks ist noch ausgebaut, weil ich damit später etwas Besonderes vorhabe. :-)

Und jetzt endlich zu den Blümchen. Mit einem kleinen Stück Tapete bewaffnet, habe ich ausprobiert, wo sie wohl am besten wirkt. Hier in der Küche, gafällt sie mir ausgesprochen gut! Oder?


Ja! Fertig tapeziert, gefällt mir die Küche hervorragend! :-)


Auch über dem Bücherregal machen die Blümchen ganz schön was her:


In der Kinder-Kuschelecke habe ich die ganze Rückwand mit der süßen Tapete beklebt und an die beiden Seitenwände weiche Polsterwände montiert. Die Idee dazu hatte ich von Catherine Hug und ihrme Blog Hyggelig. Super Idee! Für die Polsterwände habe ich 5mm dickes Pappelholz auf mein Wunschmaß zuschneiden lassen, dünnen Schaumstoff in der gleichen Größe drauf gelegt und alles dann mit Volumenvlies und schönem Stoff bezogen. Mit selbstklebenden Klettbändern habe ich die Polsterwände an der Wand befestigt. Hält prima, ist gemütlich und sieht hübsch aus!


Da wir nicht alle Schränke und Türen weiß lackiert haben, weil wir noch ein bisschen den 70er Jahre-Vintage-Charakter des Wohnwagens erhalten wollten, mussten wenigstens die schwarzen, verschnörkelten Messingknäufe von allen Türen und Klappen weg. Und so zog mit 16 hellen Nostalgie-Knäufen ganz viel Wohlfühl-Frische bei uns ein:


Und jetzt muss ich euch noch unbedingt meine Fundstücke vom Flohmarkt zeigen. Passend zu unserer Blümchentapete habe ich diese bildschöne Kaffeekanne gefunden. Die musste unbedingt mit! :-)

 Ganz bezaubernd fand ich auch dieses Pfeffer- und Salzstreuer-Set aus den 60er Jahren:


Alles in allem wird es langsam immer schöner in unserem Theo! Beim nächsten Mal zeige ich euch dann, was ich mit der großen Türe der ehemaligen Nasszelle, also unseres neuen Kleiderschranks, gemacht habe.
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Mittwoch, 27. August 2014

Theo bekommt eine neue Decke

Es gibt ja nichts Schlimmeres, als eine Decke zu sanieren! So viel sei vorab verraten ;-)
Nachdem nun endlich klar war, dass Theo geheilt und fahrtüchtig ist, haben wir uns an die größte Baustelle in unserem Wohnwagen gewagt: die Decke mit Styropor-Paneele in Holzoptik. Ein Albtraum! Wenigstens brauchten wir in unserem Wohnwagen keine Leiter, um an die Decke zu kommen, aber es war trotzdem eine wahnsinnige Arbeit!


Die Styropor-Paneele waren an die Decke geklebt und ließen sich mit einem Spachtel ganz gut grob abmachen. Das eigentliche Problem befand sich darunter. Die Klebereste waren so hart und fest mit der Decke verbunden, dass man sie beim besten Willen nicht abkratzen konnte. Aber so konnte die Decke natürlich auch nicht bleiben:


Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich alles probiert habe, um dieses Zeug von der Decke zu lösen. Selbst das vielversprechendste Gerät, ein Elektrospachtel, hat versagt, weil er nicht sensibel genug zu bedienen war und neben den Kleberesten auch ins Spanholz der Decke geschnitten hat. Ein Trauerspiel! Ich war wirklich der Verzweiflung nahe, aber aufgeben war ja auch keine Option! Also habe ich mir Musik angemacht, den Spachtel geschärft und Zentimeter für Zentimeter das Zeug von der Decke gekratzt. Manchmal ging es nur millimeterweise oder besser von der einen als von der anderen Seite... Ich musste da viel ausprobieren und noch mehr Geduld haben. Auf dem nächsten Foto könnt Ihr sehen, wie es aussieht, wenn zur Abwechslung mal ein großes, zusammenhängendes Stück abging.


Viele Stunden und arbeitsreiche Wochenenden später, war auch der letzte Kleberest entfernt! Juchu, Trommelwirbel, Tusch!! :-) Was für ein Meilenstein!

Was man erst jetzt sehen konnte: Um zwei der drei Dachfenster herum war das Spanholz der Decke von ehemaliger Feuchtigkeit schon ziemlich morsch. Also haben wir (und mit wir meine ich vor allem meinen Vater, der sich als Handwerks-Allrounder auch hier wieder unentbehrlich machte) sicherheitshalber alle drei Dachfenster herausgenommen, alles gereinigt, sie wieder neu eingesetzt und abgedichtet. Außerdem musste ein Stück der Spanholzdecke um eines der Fenster herum herausgeschnitten und gegen neues Spanholz ausgetauscht werden. Dann haben wir alle Löcher und Unebenheiten mit feiner Holzspachtelmasse aus der Tube ausgeglichen.


Der nächste Arbeitsschritt rangiert in meiner Hitliste direkt hinter dem Abkratzen der Klebereste: das Abschleifen der Decke. Um eine glatte und überstreichbare Fläche zu erhalten, mussten wir die gesamte Decke schleifen. Da ich die Schleifmaschine nicht länger als eine Minute über Kopf halten konnte und sie auch ein bisschen zu eifrig an die Sache ging, war wieder Handarbeit gefragt. 
Am Ende hatten wir eine fleckige aber endlich glatte Decke, bereit für den heiß ersehnten weißen Anstrich. Jetzt musste nur noch alles abgeklebt werden und dann konnten wir endlich zur Tat schreiten.


Mit einer guten, absperrenden Grundierung haben wir alles vorlackiert und dann zweimal mit dem weißen Lack deckend drüber lackiert. Fertig!!!


Der Unterschied zu vorher ist wirklich unglaublich! Die ganze mühsame Arbeit hat sich so sehr gelohnt! Unser Wohnwagen ist endlich richtig hell und wirkt schon gleich viel größer, freundlicher und luftiger.
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Donnerstag, 21. August 2014

Entrümpelung und Schieflage

Unser Wohnwagen Theo konnte natürlich nicht in Köln am Straßenrand stehen bleiben. Also haben wir ihn (erst mal) an den schönen Niederrhein auf die Garagen-Einfahrt meiner Eltern gestellt. (Bis er in eine Garagenhalle umziehen sollte.) Dort angekommen, hatte der arme Theo irgendwie Schieflage, aber dazu später mehr. 

Bevor wir an so etwas Schönes wie Tapeten oder Farben denken konnten, musste erst einmal der ganze Kram aus dem Wohnwagen raus. Also haben wir ein ganzes Wochenende ausgebaut und abgerissen was das Zeug hält: Gardinen samt Halterungen raus, gefühlte 30 Haken von den Wänden abgeschraubt oder gekratzt und das zwielichtige Hochbett abgebaut. Über 60 lange Schrauben steckten darin!! Ohne Hochbett, Strickleiter, Gardinen und alter Matratze, sah der Schlafbereich im Heck doch schon viel luftiger aus:



Eine besondere Herausforderung waren Schrank, Waschbecken und Ablage in der Nasszelle. (Das Chemieklo, das einst dort stand, haben die Vorbesitzer zum Glück behalten) Hier hat uns der Vorschlaghammer gute Dienste erwiesen ;-)


Die blass gelb lackierte Tapete ist übrigens eigentlich eine grüne, dicke Gummi-Tapete gewesen unter der sich noch die orignal geblümte 70er Jahre Tapete befand. Durch Kleberückstände des grünen Teufelszeugs war die allerdings nicht mehr zu retten. An dieser Stelle ein dickes Lob und viel Respekt an meinen Mann, der zwei Tage lang mit dem Heißluftföhn und viel Geduld das stinkende Gummizeug von der Wand geschält hat.

 

Nach mehreren Fahrten zur Müllentsorgung sah es schon viel besser aus! Ballast abwerfen befreit ja sehr! :-)
Allerdings war da immer noch die Decke, die mit ihren hässlichen Paneelen über uns hing, und dieses Problem mit dem Schiefstand.

Bevor wir stundenlange Arbeit in das Abkratzen der Decke steckten, sollte sich erst einmal ein Fachmann die Achse des Wohnwagens ansehen und herausfinden, wieso er schief steht und ob man ihn problemlos reparieren kann. Das Ergebnis: Die eine Seite war von innen verrostet und völlig kaputt. Mit dieser schlechten Diagnose begann eine ziemlich lange Zitterpartie. 
Der arme Theo hatte jetzt nur noch einen "Fuß" und war dadurch verdammt, genau dort stehen zu bleiben, wo er sich nun eben gerade befand. (Dadurch kamen meine armen Eltern in den Genuss, jeden morgen beim Frühstück aus dem Esstischfenster Ausblick auf Theo zu haben, der genau davor stand. Ihr Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen.)


Da der Wohnwagen nicht in die Werkstatt konnte, musste die Achse alleine in die Reparatur. Nach vielen Telefonaten und Recherchen hat mein Mann herausgefunden, dass die Werkstätten in der Umgebung eine Reparatur für unmöglich oder immens teuer halten und dass es keine Ersatzachse mehr für unser Wohnwagenmodell gibt! Oh Nein! Irgendwas muss man da doch machen können. Und dann hat mein Mann die beste aller Spezialwerkstätten überhaupt gefunden: Nico Fahrzeugteile Da die Fertigungswerkstatt bei Dresden sitzt, haben sie die Achse von einer Spedition abholen lassen, um sie zu reparieren. Als sie das Ding dann gesehen haben, waren sie plötzlich auch nicht mehr so optimistisch. Zum Glück hat ein engagierter Mechaniker Ehrgeiz entwickelt und alle Teile daran ganz neu gebaut und geschweißt!!

Und dann noch ein Schreck. Der Winkel der neu geschweißten Achse wird zwangsläufig anders werden als er vorher war, weil keine Vorlage mehr da ist. Also wird das Rad anders stehen als das auf der anderen Seite! Katastrophe! Aber auch hier hatte der gute Mann eine Idee: Wir mussten ihm die zweite Achse auch noch schicken, damit er den Winkel an beiden Seiten gleich und aufeinander abgestimmt einstellen kann. So verlor Theo also auch noch seinen zweiten Fuß:

Damit das überhaupt möglich war, kam mein Vater auf eine geniale Idee: Theo bekam vorne und hinten zwei breite Ersatzfüße mit Rollen!

Diese stabile Konstruktion aus Platten und dicken Balken auf schwer belastbaren Rollbrettern ermöglichte zum einen, den Wohnwagen aufzubocken, zum anderen konnte man ihn so auch wieder bewegen. Sonst wären wir nämlich niemals an die andere Achse herangekommen, weil der Wagen mit dieser Seite eng an der Wand geparkt war.

 Das hat was, oder? Aber ein trauriger Anblick war es trotzdem...

Nach mehreren Wochen des Zitterns und Bangens, kamen eines Tages endlich beide Achsen per Spedition zurück zu Theo.


Sie sahen aus wie neu (und waren es teilweise genaugenommen ja auch)! Dank des tatkräftigen Einsatzes meines Vaters und Onkels waren sie schnell wieder montiert und endlich stand Theo wieder auf zwei eigenen, gesunden Füßen!! :-) 

Sehr zur Freude meiner Eltern konnte Theo nun endlich in sein neues Zuhause, ein ehemaliges Gewächshaus, umziehen und meinen Eltern schien beim Frühstücken endlich wieder die Sonne ins Gesicht! :-) 
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Dienstag, 19. August 2014

Willkommen, alter Wohnwagen!

Schon eine Weile hatten wir mit dem Gedanken gespielt uns einen alten Wohnwagen zu kaufen, den wir uns dann ganz hübsch herrichten wollten. (Nun gut, vielleicht habe ich ein bisschen mehr mit dem Gedanken gespielt, als mein Mann, aber ich konnte ihn überzeugen ;-))
Inspiriert von meinem Bruder, der ein Jahr zuvor einen alten Knaus Passat gekauft und renovieret hat, und von dem wunderbaren Blog von Catherine Hug (hyggeLiG), auf dem sie Schritt für Schritt beschreibt, wie aus ihrem alten Wohnwagen ein schicker "neuer" Wohnwagen wird, hatten wir auch Lust auf so ein Abenteuer.
Anfang Januar ging es dann ganz schnell: Ich hatte DEN perfekten Wohnwagen in einer Anzeige entdeckt und konnte meinen inzwischen erfahrenen Bruder überzeugen ihn mit mir auf Herz und Nieren (sprich: Feuchtigkeit und Nässe) zu prüfen. Wir haben keine großen Katastrophen entdecken können! Yippieehhh! Der Wohnwagen war meiner! Manchmal muss man eben auch etwas wagen! Und so kam Theo (der Name stand eigentlich schon immer fest) an einem regnerischen Januartag spät abends zu uns nach Köln. 

Caravan Makeover
 Willkommen in Köln, Theo!

Theo ist ein Knaus Passat von 1978 und war, als er zu uns kam, durch und durch ein Kind seiner Zeit. Die Renovierungsarbeiten seiner Vorbesitzer in den 80er und 90er Jahren haben die Sache auch nicht besser gemacht - im Gegenteil. Man musste schon eine ganze Menge Vorstellungskraft haben, um in dem dunklen, vollgebauten Wohnwagen, einen hellen und fröhlichen Urlaubsbegleiter für unsere vierköpfige Familie zu sehen. (Meinem leicht entsetzen Mann fehlte diese Vorstellungskraft zunächst...)

 Die Sitzecke: Polster in 80er Jahre Velour-Charme, viel "Gelsenkirchener Barock", eingenwillige Vorhänge, beige-gelbe Wände und das Schlimmste: Styroporpaneele in Holzoptik an der Decke

Blick zum Schlafplatz im Heck: Holz, Holz und noch mehr Decken-Paneele, außerdem eine gewagte Bettkonstruktion mit Hochbett und Strickleiter

 Nasszelle und Kleiderschrank

Die Küchenzeile mit wirklich tollem Radio! Ansonsten ausbaufähig ;-)


Was wir an den Wochenenden der nächsten Monate zu tun hatten, war jetzt jedenfalls klar!
Und in der Zwischenzeit habe ich recherchiert, war Stammgast im Baumarkt, habe Stoff- und Farbproben bestellt und genäht was das Zeug hält. Wie sich Theo langsam verwandelt, zeige ich euch in den nächsten Postings.
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